Myuran Sukumaran

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Vor acht Jahren wurde Myura Sukumaran bei dem Versuch verhaftet, 8 Kilo Heroin von Indonesien nach Australien zu schmuggeln. Der am 17.Aptil 1981, in London, geborene Myuran war zu diesem Zeitpunkt 24 Jahre alt. Am 14. Februar 2006 wurde Myuran Sukumaran, als einer der Redelsführer der Bali 9, zum Tode durch ein Erschiessungskommando verurteilt. Seit diesem Zeitpunkt ist er im berüchtigten Kerobokan Gefängnis (Hotel K in Denpasar auf Bali) inhaftiert und kämpft darum das seine Todestrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wird (Petition um Begnadigung).
Die Lebensumstände in Kerobokan als schwierig zu beschreiben, wäre masslos übertrieben. Das Hotel K ist eines der berüchtigsten Gefängnisse der Welt.  Das Sagen hat die indonesische Mafia. Diese leitet den Knast von innen heraus mit eiserner Hand.  Es grassiert Typhus (schon drei Tote dieses Jahr). Wer keine Familie hat die Ihn durch Lebensmittel oder Bargeld spenden zu unterstützen läuft Gefahr zu verhungern.

Der Turm der Bali 9

Der Turm der Bali 9

Die sogenannte Mausefall. Hier kommen bis zu 15 Insassen auf einmal rein. Geschlafen wird im stehen.

Die sogenannte Mausefalle. Hier kommen bis zu 15 Insassen auf einmal rein. Geschlafen wird stehend.

Die Müllentsorgung des Gefängnisses. Der beissende Geruch zieht jeden Tag genau in den Frauentrakt und mach das atem dort fast unmöglich

Die Müllentsorgung des Gefängnisses. Der beissende Geruch zieht jeden Tag genau in den Frauentrakt und macht das atmen dort fast unmöglich.

Verkochte Papaya Blätter während der Essensausgabe in Kerobokan

Verkochte Papaya Blätter während der Essensausgabe in Kerobokan. Auch dieses Festmahl gibts nicht gratis.

 

Die Inhaftierten müssen für alles bezahlen, sei es Schlafplatz, Trinkwasser, die tägliche Portion Reis etc.. Auf der anderen Seite ist aber auch alles zu haben, jede denkbare Droge, Waffen, Alkohol, ein Tag am Strand(unter Polizeiaufsicht) ? – kein Problem mit knapp $500 ist der Ausflug für ein paar Stunden finanziert.

Während seiner Haftzeit hat Myuran ein Kunstprojekt ins Leben gerufen, das vielen Insassen hilft durch den Tag zu kommen und die Haftzeit ein wenig erträglicher macht. Als Tutor bringt er Häftlingen grundlegende Maltechniken bei. Das Projekt finanziert sich durch Spenden und den verkauf der Bilder.

Die australische Öffentlichkeit zeigt reges Interesse am Fall Myuran Sukumaran, jedoch wurde die Begnadigung vom indonesischen Präsidenten abgelehnt. Im März diesen Jahres wurde erstmals seit 2008 wieder ein Häftling durch Erschiessen hingerichtet.

Wer mehr über das Kerobokan Gefängnis wissen will dem kann ich das Buch Hotel K The Shocking Inside Story of Bali’s Most Notorious Jail empfehlen.

(100% der Erträge aus den Links zu Amazon in diesem Artikel kommen dem Kerobokan Kunstprojekt zu Gute..)
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