Neue Trendsportarten in 2010

Das Jahr ist fast vorbei und es haben sich wieder ein paar neue Trendsportarten etablieren können. Nachdem sich Sportarten wie

  • Airboarding (Mit aufblasbarem Schlitten auf die Piste),
  • Bobby Car Racing (Das Kinderauto wird zum Rennwagen),
  • Cable Scooting (mit Bungeeseil hinterm Auto boarden),
  • Eisgolfen (mit orangefarbenen Bällen in Eis und Schnee) ,
  • Rock-/Sandboarden (Boarden auf Geröll/Sand-halden)

entweder zum alten Eisen gehören oder mit Recht in der Versenkung verschwunden sind, stellen wir euch mit Skiken, DiscGolf und Segway Polo ein paar frischer Exoten vor.

Skiken – Nordic Cross Skating

Dieses Langlaufen ohne Schnee wird auf sogenannten Skikes betrieben. Skikes sind von der Holmlänge vergleichbar wie Skiroller, allerdings wird der Fuß mittels Klettbändern komplett fixiert und die freie Ferse entfällt. Es kann nach Herstellerangabe mit jedem Sportschuh gelaufen werden.

Durch die komplette Fixierung geht bei den Skikes die Langlaufski-Ähnlichkeit etwas verloren. Dafür ist durch die größeren luftgefüllten Räder auch ein Skaten auf guten unbefestigten Wegen möglich.  Luftbefüllte Räder, an beiden Skikes Bremsen und rund 1,9 Kilogramm Gewicht schrecken auf den ersten Blick etwas ab, jedoch ist Skiken deutlich leichter zu erlernen als Inline Skates.

Ob gemütlich auf Asphalt oder rasant querfeldein. SKIKEN ist schneller als Nordic Walking, gesünder als Joggen, sicherer als Inline-Skating und für jedes Alter und Leistungsniveau geeignet. Die Lauftechnik gleicht dem Skating-Stil im Skilanglauf und lässt sich mühelos erlernen. SKIKEN trainiert Herz und Kreislauf, schont die Gelenke und gibt überschüssigen Pfunden keine Chance. Da Arme und Beine zugleich zum Einsatz kommen, beansprucht es den ganzen Muskelapparat.

Die Auswahl an Skikes ist noch recht begrenzt. Mit ca. 190€ – 290€ muss man für ein paar guter Skikes rechnen.

Fazit

Für Ausdauersportler die nach neuen Alternativen für Ihr Training suchen ist Skiken genau das richtige. Auch der Gelegenheitssportler wird viel Spass mit den Skikes haben, jedoch ist die Anschaffung recht hoch.

Disc Golf – mit der Frisbee ganzjährig „golfen“

DiscGolf (auch Frisbee Golf) ist ein Spiel, bei dem – analog zu klassischem Golf – versucht wird, von einem festgelegten Abwurfpunkt mit möglichst wenigen Würfen einer Frisbee ein bestimmtes Ziel zu treffen. Discgolf wird ähnlich gespielt wie Ballgolf.

Der Abwurf oder Drive auf einer Bahn wird von einem bestimmten Ort vorgenommen, alle weiteren Würfe erfolgen von dem Punkt, an dem die vorher geworfene Frisbee (auch: Disc, Scheibe) zum Liegen kam. Für jeden Wurf kann eine andere Frisbee verwendet werden.

Fest installierte Parcours sind bei uns leider noch die Ausnahme. In Amerika hingegen, der Geburtsstätte des fliegenden Tellers, ist DiscGolf weit verbreitet. Es gibt dort Profis welche ausschließlich von dem Sport leben. Proffessionelle Spieler sind in derDisc Golf Association (PDGA) zusammengeschlossen.

Ein Discgolf Platz ist ähnlich wie ein Golfplatz angelegt. Anstatt der Löcher gibt es die links zu sehenden Fangkörbe die in einer Höhe von ca. 70cm aufgehangen sind.

Die Wurfgeräte

  • Driver: Weitwurfscheiben oder Driver benutzt man vor allem für den ersten Wurf auf einer Bahn, bei dem üblicherweise eine große Weite erzielt werden soll. Der aktuelle Weiten-Weltrekord, erzielt von Christian Sandstrom aus Schweden, liegt bei 250 Metern. Diese Discs zeichnen sich durch hervorragende Aerodynamik, aber auch durch instabile Fluglage aus, kippen also bei geringer Wurfstärke stark seitwärts ab.
  • Midrange: Annäherungsscheiben (Midrange, auch Multi-Purpose) verwendet man für Würfe aus geringeren Distanzen. Sie sind stabiler in der Fluglage als Driver, können aber auch noch relativ weit geworfen werden.
  • Putter: Putter werden für den abschließenden Wurf ins Ziel benutzt. Sie sind die stabilsten Golfdiscs, aber auch die am kürzesten fliegenden. Es gibt ebenfalls einige Wurftechniken welche dazu beitragen, die Flugbahn und die Drehung der Scheibe zu verändern.

Eine gute Allrounddisk ist die HQ Aerobie Wurfscheibe Epic Golf Disc. Diese hat den Vorteil das man den Rand verbiegen kann und aus einem Driver eine Midrange/ Putter Disk machen kann.

Fazit

Discgolf macht einen Riesenspass. Leider gibt es noch kaum Plätze in Deutschland. Wollen wir hoffen das sich das bald ändert. Bisher ist in Europa Schweden führend mit der Anzahl an Discgolf Plätzen und Aktiven.

Segway Polo – genauso Elitär wie Pferdepolo – jedoch etwas albern

Der Segway Personal Transporter  ist ein elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel mit nur zwei auf derselben Achse liegenden Rädern, zwischen denen die beförderte Person steht und das sich durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in Balance hält. Die Dinger sind nicht nur langsam, sondern mit ca. 8.000€ auch noch verdammt teuer.

Apple Mitbegründer Steve Wozniak findet diese Transportmittel jedoch so toll das er alljährlich eine Weltmeisterschaft im Segway Polo ausrichtet.

Und auch bei uns in Deutschland ist Segway Polo im kommen. Am 26.10. findet in Iserlohn die Deutsche Herbstmeisterschaft statt.

Fazit

Langweilig und teuer. Segway Polo braucht kein Mensch. Evtl. wenn Segway ein motorgetriebenes, 50km/h schnelles und vor allem finanzierbares Modell herausbringt könnte man nochmal darüber nachdenken mit einem Segway Sport zu betreiben.

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