Wikileaks Julian Assange verdiente 66.000 Euro in 2010

Wikileaks - Operation Payback

Wie das Wall Street Journal berichtet, nahm die Wau Holland Stiftung ungefähr 1 Million Euro an Spenden für die Whistleblower Seite entgegen. Ein Großteil der Spenden (765.000 Euro) wurde bis August gezählt. Danach versackte der Spendenfluss als Wikileaks mit den US-Depeschen und den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Julian Assange in die Schlagzeilen kam. Der aktuell unter Hausarrest stehende Wikileaks Chef verdiente 2010 laut Entgeltmodell 5514,32 Euro im Monat.  Read More für die ganze Story.

Die Wau Holland Stiftung ist zwar nicht die einzige Spendenorganisation für Wikileaks, nimmt aber einen Großteil der Spenden entgegen und zahlt im Auftrag von Wikileaks alle Rechnungen. In 2009 betrug das Budget für Wikileaks noch ganze 150.000 Euro, welche durch Spenden finanziert wurden. Dieses Jahr hat die Stiftung schon 380.000 Euro für Wikileaks ausgegeben, wobei einige Rechnungen noch nicht berücksichtigt sind.

GreenpeaceGehaltsmodell Wikileaks Julian Assange verdiente 66.000 Euro in 2010

Quelle: http://www.greenpeace.de/ueber_uns/jobs/gehaltsmodell/

Ein Teil der Ausgaben sind Hardware, Internet Anbindung und Reisekosten, die Entscheidung von Wikileaks Gehälter zu zahlen macht den Hauptteil der gestiegenen Kosten in 2010 aus.

Die Entscheidung Gehälter zu zahlen und die Organisation zu professionalisieren, beendete eine fast einjährige interne Diskussion ob Wikileaks weiter alleine durch freiwillige Arbeit weitergeführt wird oder nicht.

Es wurde sich schließlich auf das Gehaltsmodell von  Greenpace geeinigt. Von den bisher 100.000 Euro an gezahlten Gehältern profitiert Julian Assange mit einem Entgelt von 66.000 Euro am deutlichsten. Auch wenn die Einigung erst Mitte 2010 stattgefunden hat, wurden die Gehälter rückwirkend ab Januar überwiesen. Bisher haben aber noch nicht alle Mitarbeiter ihre Lohnabrechnung für 2010 eingereicht.

Die Anwaltskosten von Wikileaks sind dabei erstaunlich klein, nur ca. 30.000 Euro stellten die Juristen bisher in Rechnung. Es ist jedoch anzunehmen das diese Kosten noch explodieren könnten. Die USA hat mehrere Untersuchungen gegen Wikileaks in die Wege geleitet und wird aller Voraussicht nach auch Anklage erheben.

Die Kosten der Verteidigung von Julian Assange wegen der Sex Vorwürfe aus Schweden muss der Wikileaks Gründer aus eigener Tasche bezahlen, “..hierfür werden keine Spendengelder verwendet.” stellte Hendrik Fulda, Sprecher Wau Holland Stiftung, klar. WikiLeaks hat jedoch einen “Julian Assange Verteidigungs- Fond” eröffnet um Spenden für das Verfahren um die Ausweisung nach Schweden zu sammeln.

Der Großteil der Spenden kam 2010 über die Webseiten von WikiLeaks und der Wau Holland Stiftung via PayPal. Es gibt aber durchaus auch persönliche Barspenden im mittleren fünf stelligen Bereich. Aber genau wie Mastercard, Visa, Moneybookers und die Bank of America hat PayPal alle Zahlungen an Wikileaks und die Wau Holland Stiftung gestoppt. Als Grund wird angegeben das WikiLeaks gegen die AGB´s verstoßen haben soll.

Der Spendenfluss reist trotzdem nicht vollständig ab, und die Wau Holland Stiftung will Anfang 2011 einen Bericht über die Zahlungen für Wikileaks veröffentlichen. Dies wird auch die Gebühren auflisten die Paypal in Rechnung gestellt hat.

Im Moment wird bei der Wau Holland Stiftung geprüft ob man sich finanziell an der Verteidigung von Pfc. Bradley Manning beteiligen kann und soll. Dem US-Soldaten der maßgeblich für die Veröffentlichung der US-Geheimdokumente verantwortlich ist drohen bei einer Verurteilung 52 Jahre Haft.

Aktuell werden Spenden an Wau Holland und WikiLeaks unter folgendem Konto entgegengenommen.

Wau Holland Stiftung
Commerzbank Kassel
BLZ: 52040021
Konto: 2772812
IBAN DE57520400210277281200
BIC COBADEFF520

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