Wikileaks Nummer Zwei – Kristinn Hrafnsson

Seit der Verhaftung von Julian Assange und dem Weggang von Daniel Domscheit-Berg, steht offiziell Kristinn Hrafnsson an der Spitze von Wikileaks. Der 1960 geborene Isländer Hrafnsson ist laut Wikipedia Enthüllungsjournalist, Sprecher von Wikileaks und der zweite Mann hinter Julian Assange. Viel ist bisher nicht über Hrafnsson bekannt, er war beim isländischen staatlichen Rundfunk (RUV) beschäftigt und hat sich 2008 der Islandic Modern Media Initiative (IMMI) zugewandt. Die IMMI hat dafür gekämpft, dass in Island inzwischen die weltweit größte Informationsfreiheit herrscht, und Informanten den höchst möglichen Schutz geniessen. Im April 2010 schloss sich der Isländer dann dem Wikileaks Team an.
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In Wikirebels, einer Reportage über die Hintergründe von Wikileaks, wird Hrafnsson gezeigt wie er nach Bagdad gereist ist um mit den Überlebenden des Hubschrauber Angriffs der US-Armee vom Sommer 2007 zu sprechen. Wikileaks hatte das sogenannte „Collateral-Murder“-Video im Rahmen der Iraq War Logs veröffentlicht.
Nach seiner Rückkehr aus dem Irak flog er bei seinem Arbeitgeber RUV raus, ob dies mit seinem Engagement für Wikileaks zusammenhing ist unbekannt. Der 50 jährige gilt als schweigsam, und daher passt der neue Job an der Spitze von Wikileaks so gar nicht zu dem Isländer. Bereits im November betonte er das man in Zukunft „mehr Gewicht auf die Organisation als auf den Gründer legen“.  Trotzdem trat er seit der Verhaftung von Julian Assange immer wieder vor die Presse und gab sich kämpferisch:

„Wir lassen uns nicht mundtot machen, weder von juristischen Aktionen noch von Zensur durch Wirtschaftsunternehmen“

Auch auf Twitter legt der Isländer keine falsche Scham an den Tag, und lies verlauten das die Veröffentlichung von US-Depeschen weiter laufen wird. Mittlerweile sind diese an mehr als 1000 Stellen im Web zu finden, die Dokumente werden täglich mehr als 50 Millionen Mal abgerufen.

Viele halten Hrafnsson für die richtige Wahl wenn es um die Führung von Wikileaks gilt. In den Augen vieler, ist der  autokratische und selbstherrliche Führungsstil von Assange die größte Gefahr für Wikileaks. In Wired äußerte sich so auch entmutigter Wikileaks Aktivist  und gab an das die Verhaftung von Julian Assane für ein großes Chaos in den internen Strukturen gesorgt hat. So sind viele Wikileaks Mitarbeiter praktisch von der Kommunikation abgeschnitten, weil Assange deren Kontaktdaten in seinem privaten Online-Messaging-Konto verwaltet und mit niemandem geteilt habe.
Der Wired Informant:

„Wir erleben derzeit ein Chaos, die Abwesenheit von Assanges ist akut spürbar und die Organisation droht zu zerfallen“

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